Glasmalerei (Auswahl)

 

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Werkbeschreibung

   
       
 

Das ikonographische Programm der lauretanischen Litanei präsentiert sich in einer geschlossenen Komposition. Die einzelnen Symbole aus nicht bemalten Überfanggläsern in kräftigen Farbtönen sind spannungsvoll ineinander verzahnt und in formelhaft knappen Sinnbildern dargestellt.

Maria stellt den inhaltlichen Schwerpunkt im Zentrum des sechs Meter hohen Fensters dar.
Sie sitzt auf einem goldenen Thron vor einem weiteren Sinnbild, dem Goldenen Haus:
die Lauretanische Litanei nennt Maria “du goldenes Haus”.*2

Eine goldene Krone auf dem Haupt, hält Maria als Zeichen der Jungfräulichkeit die Lilie;
die linke Hand stützt ein transparentes Medaillon in Schoßhöhe, in dem Christus als Kind
im Mutterleib, aber auch als Weltenherrscher mit der Weltkugel auf uns blickt.

Mit der stilisierten Rose im Fenstersockel beginnt die Schilderung der mystischen Beteiligung Marias in der Heiligen Dreifaltigkeit und gleichzeitig ihre Anrufung als Rose ohne Dornen,
als Rosa Mystica, als geheimnisvolle Rose, als Geheimnis des wahren Wesen Marias [...]
das tiefgründig in Gott verborgen bleibt. *4

Abel bindet in die Darstellung des Goldenen Hauses den Heiligen Geist in Form einer Taube und einen goldenen Kelch ein und zitiert imweiteren die liturgische Auslegung, dass Gott [...] Maria zum Gefäß seines Erbarmens und zum Tempel des Heiligen Geistes gewählt hat, um an der Jungfrau seine Herrlichkeit zu zeigen. *3

In der symbolreichen Sprache der Lauretanischen Sprache versinnbildlicht die Darstellung der Bundeslade jene Maria, die den Erlöser in sich trug.*4 Abel hat die Cherubim übernommen,
die nach Anweisung Jahwes mit ihren Flügeln die Deckplatte beschirmen und nach oben ausgebreitet sein sollen. Die Abänderung der Flügelstellung, die an den Körper gezogen sind, ergeben in der Verlängerung unter Bezugnahme auf die Herz Jesu-Kirche die verborgene Gestaltform eines Herzens.

Als „starker Turm Davids“, als „elfenbeinerner Turm“ wird Maria schließlich in ihrer Rolle als Bollwerk Gottes beschrieben, als Morgenstern ist sie der Sonne des Heils vorausgegangen.*4

Ein göttliches Lichtband überströmt vom obersten Fensterfeld aus die symbolhaft dargestellten Zusammenhänge der Lauretanischen Litanei.

Ein Rahmen aus lichten Ornamentbahnen fasst das Fenster in einem einheitlichen Bildraum zusammen. Grün, in der mittelalterlichen Deutung Farbe der Hoffnung auf die Auferstehung, steigt im Mittelbereich von der Sockelgestaltung zum Auge Gottes empor und wird von dort durch die beiden pfeilspitzen Formen in das Bildgeschehen zurückgeführt. Besondere Leuchtkraft erfährt diese Farbe in drei Feldern, die Bundeslade und Thron treppenartig miteinander verbinden. Sie erinnert an die Himmelsleiter, von der in einer Lebensbeschreibung des heiligen Franziskus erzählt wird, er habe einst in der Verzückung eine große Leiter gesehen, die in den Himmel führte. Auf der obersten Sprosse stand die Gottesmutter, und es wurde ihm bedeutet, dass er dort zu ihr hinaufsteigen müsse,
um in den Himmel zu gelangen.*4

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1978 Marienfenster Lauretanische Litanei

 

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  2 http://www.wolfz.info/sam27/sam27.html
3 http://www.lauretanische-litanei.de/
4 nach http://www.marienforum.net/showthread.php?287-Maria-Lauretanische-Litanei-und-Impulse-dazu
   
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